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Messplattform

Zielsetzung

Durch Staken wird es dem Schiffsführer ermöglicht, sein Wasserfahrzeug durch die eigene Muskelkraft fortzubewegen. Hierzu wird eine Stakstange benutzt, mit der man sich vom Grund des Flusses in einer Vorwärtsbewegung abstößt. Vortrieb leistet allerdings nur die längs der Schiffsmittelachse auf das Boot übertragene Kraft. Daher ist es sinnvoll, mit einer Messplattform, auf der eine oder zwei Personen stehen können, die Aufnahme der Längskräfte während des Stakens zu erfassen. Ziel ist es über ausgewählte Zeiträume ein Kraftprofil zu erhalten, das mit der tatsächlichen Fortbewegung des Prahms im Wasser korreliert wird.

Aufbau der Messeinrichtung

Messplattform

Die Messungen wurden sowohl mit und gegen die Strömung durchgeführt. Des Weiteren wurden Fortbewegungsversuche unter „Höchstgeschwindigkeit“ und „Permanente Fortbewegung“ mit geringerer Geschwindigkeit durchgeführt. 

Die Messplattform besteht im Wesentlichen aus zwei rechteckigen Multiplex-Holzplatten welche über zwei Linearführungen verbunden sind. Durch diesen Aufbau wird eine querkraftfreie Längsverschiebung zwischen den Platten sichergestellt. Durch die angebrachten Stahlwinkel wird eine Kraftübertragung von der oberen Standplatte auf die untere Grundplatte ermöglicht. Beide oben genannten Winkel werden durch eine Kraftmessdose verbunden, somit können die durch das Staken hervorgerufenen Längskräfte messtechnisch erfasst werden. Der hier verbaute Kraftmesssensor kann eine Kraft von 3000 N in Zug und Druck aufnehmen und hat somit einen Messbereich von 6000N. 

Kraftmesssensor in der Plattform: Schnitt und Kraftfluss

In der Darstellung rechts ist die Messeinrichtung im Schnitt dargestellt. Die in Rot eingefärbten Pfeile symbolisieren eine schematische Krafteinleitung während einer Messfahrt.

Stakversuch mit installierter Messplattform auf der Mosel
Luisa Lessel, 20. Februar 2017