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Beschreibung des Vorhabens

Interdisziplinäre Ausbildung von Studierenden der Alten Geschichte und des Maschinenbaus

Die im Herbst übergebene fahrtüchtige Rekonstruktion (M 1:2) des römischen Prahms eröffnet Studierenden die einmalige Möglichkeit mit modernen Messinstrumenten eine Versuchsreihe zu realisieren, die erstmalig reproduzierbare und valide Ergebnisse zu durchschnittlichen Reisegeschwindigkeiten und weiteren Leistungsdaten unter Belastung liefert.

Für die nächsten Jahre planen die Universität Trier und die Hochschule Trier daher in enger Zusammenarbeit Lehrveranstaltungen, in denen dieses außergewöhnlichen Lastschiffs der Römer weiter erforscht wird. Ein erster erfolgversprechender Vorversuch wurde von den Antragstellern bereits nach Herstellung der Schwimmfähigkeit des Prahms mit Assistenten der Alten Geschichte und des Maschinenbaus mit Unterstützung des Wasser- und Schifffahrtsamts Trier im Oberwasser der Schleuse Trier durchgeführt.

Herzstück des geplanten Projekts wird die Ausbildung von Studierenden in einem ungewöhnlichen interdisziplinären Rahmen (Alte Geschichte und Maschinenbau) sein. Die Entwicklung eines Messinstrumentariums und die Schulung an den komplexen digitalen Messsystemen sowie die Aufbereitung und Interpretation der Daten bieten den Studierenden beider Fachrichtungen eine einzigartige Gelegenheit, die in ihren jeweiligen Studiengängen erworbenen Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden und zu vertiefen sowie die wissenschaftlichen Methoden der jeweils anderen Fachrichtung kennenzulernen und in der praktischen Analyse mit den Kommilitonen des anderen Fachs anzuwenden. Durch eine Kooperation mit Trierer Schulen sollen die Studierenden Gelegenheit erhalten, ihre Ergebnisse Schülern nahezubringen, so Vermittlungskompetenz erwerben und andererseits Schülerinnen und Schüler für die beteiligten Fächer zu interessieren, sie aber vor allem auch eine spannende Interdisziplinarität zwischen Geistes- und Ingenieurwissenschaften erleben zu lassen.

Durch die Übergabe der Rekonstruktion des historischen römischen Prahms im Oktober 2015 ergibt sich die Chance, gemeinsam mit dem Fach Alte Geschichte der Universität Trier, die Technische Mechanik, das Messen und das Verständnis ihrer Größen sowie die Geschichte und römische Technik miteinander zu verbinden: Daher wollen wir versuchen, diesen interdisziplinären Brückenschlag zu schließen und im Zuge der Wissensallianz, Studierende beider Fachgebiete in Projekten und Exkursionen zusammenzubringen.

Ziele des Vorhabens

Ziele und geplante Lernziele

Ziele

  • Interdisziplinäres forschendes Lernen durch gemeinsame Projektseminare für Studierende der Fächer Maschinenbau (Hochschule Trier) und Alte Geschichte (Universität Trier).
  • Lernen durch Lehren: Die am Projekt beteiligten Studierenden sollen jeweils in Kombination beider Fächer Unterrichtseinheiten zum römischen Gütertransport auf Mosel und Rhein für Geschichtsleistungskurse an den Trierer Gymnasien sowie einschlägige Kurse der BBS in Trier und Wittlich entwickeln und durchführen.

Geplante Lernziele

  • Entwicklung neuer innovativer Techniken durch interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Konkrete Entwicklung bzw. Modifizierung bereits bestehender Messinstrumente und Geräte
  • Beherrschung komplexer nautischer und technischer Messsysteme
  • Kräfte- und Geschwindigkeitsmessungen zur Analyse des Gütertransports (z.B. von Steinen als Baumaterial)
  • Erlernen der Skalierbarkeit der ermittelten Daten
  • Technisches Benchmarking römischer Prahme
  • Anwendung der Ergebnisse mit Blick auf wirtschaftshistorische Kostenrechnungsmodelle

 

 

Karl Hofmann v. Kap-herr, 20. Februar 2017