Zugriffspfad / Path

  1. Römerschiff ...
  2. Das Projekt ...
  3. Das 1:2-Modell des Römerschiffs SECUNDINIA

Hauptnavigation / Main Navigation

Das 1:2-Modell des Römerschiffs SECUNDINIA

Hintergrund

Schiffübergabe an die Uni Trier

Im Rahmen eines von der EU geförderten Comenius-Projekts hat die BBS Wittlich gemeinsam mit einer Schule aus Spanien 2003 den Prahm aus Bevaix im Maßstab 1:2 nachgebaut. Die Schiffsbaupläne dafür wurden von Dr. Ronald Bockius (Museum für Antike Schifffahrt, Mainz) zur Verfügung gestellt. Lehrer und Schüler der BBS Wittlich haben nach Plänen des Mainzer Museums für Antike Schifffahrt die 10 m lange und 1,70 m breite Rekonstruktion eines römerzeitlichen Flussschiffes (Prahm) gefertigt.

Anfang Oktober 2015 wurde im Yachthafen Monaise eine von Lehrern und Schülern der BBS Wittlich nach Plänen des Mainzer Museums für Antike Schifffahrt gefertigte 10 m lange und 1,70 m breite fahrtüchtige Rekonstruktion (M 1:2) eines römerzeitlichen Flussschiffes (Prahm) zu Lehr- und Forschungszwecken an die Universität Trier übergeben.

Die fahrtüchtige Rekonstruktion eines römischen Prahms erlaubt es, mit Messinstrumenten Erkenntnisse zu Leistung und Geschwindigkeit zu ermitteln. Diese eröffnet Studierenden der Geschichte und des Maschinenbaus die einmalige Möglichkeit, mit einem modernen Messinstrumentarium erstmalig abgesicherte Erkenntnisse zu Leistungsdaten und Reisegeschwindigkeit der Römer zu ermitteln. Mit den Erkenntnissen aus diesen Versuchen wird es der Geschichtsforschung gelingen, einen weiteren Schritt zur Erforschung der antiken Wirtschaft zu gehen.

Der Schiffsname SECUNDINIA

Nach der Übergabe an die Universität Trier wurde das Modell auf den Namen „SECUNDINIA“ getauft. Der Name SECUNDINIA bezieht sich auf die Igeler Säule. Dabei handelt es sich um das Grabmal einer römischen Tuchhändlerfamilie, der Secundinii, das an der alten Römerstraße steht, die durch den Ort Igel nach Trier führt.

Das ca. 23 m hohe Monument wurde um 52 nach Christus errichtet und trägt neben Darstellungen aus der römischen Mythologie auch Szenen zum römischen Handel, insbesondere auch Treidelszenen, in denen gezeigt wird, wie ein Lastkahn (Prahm) von Menschen gezogen wird. Insofern stellt der rekonstruierte Prahm über seinen Namen einen direkten Bezug zum historischen Schiffsverkehr auf der Mosel her.

Die Schiffsdaten der SECUNDINIA

Schiffsbauplan Secundinia

Länge: 10 m
Breite: 1,53 m
Freibord: ca. 20 cm (!)
Eigengewicht: ca. 1.200 kg (nass)
Zuladung: ca. 1.500 Kg (Ladung, Equipment, Personal)

Schiffskorpus Secundinia
Karl Hofmann v. Kap-herr, 20. Februar 2017